DEKRA-geprüfter Bausachverständiger für Nürnberg

Auf einen Blick

Leistung
Bauthermografie
Dauer
2–3 Stunden
Umfang
Infrarot-Analyse der Gebäudehülle
Termin
Oktober–März (Heizperiode)

Bauthermografie — Energetische Schwachstellen sichtbar machen

Die Bauthermografie ist ein zerstörungsfreies Untersuchungsverfahren, das mithilfe einer Infrarotkamera die Oberflächentemperaturen von Gebäuden sichtbar macht. Wärmebrücken, Dämmlücken, Luftundichtheiten und Feuchtigkeitsschäden werden auf den Thermogrammen durch Temperaturunterschiede klar erkennbar. Als DEKRA-zertifizierter Bausachverständiger bieten wir professionelle Bauthermografie für Nürnberg an und liefern Ihnen nicht nur beeindruckende Wärmebilder, sondern vor allem eine fundierte bautechnische Bewertung der Ergebnisse.

Die Bauthermografie ist ein wertvolles Werkzeug in der Bausachverständigenpraxis: Sie macht unsichtbare Probleme sichtbar und erlaubt eine gezielte Schadensanalyse, ohne die Bausubstanz zu beschädigen. Ob bei der Hauskaufberatung, der Bauzustandsprüfung, der Bauabnahme oder der Sanierungsplanung — die Thermografie liefert objektive Daten, die mit bloßem Auge nicht zu erfassen wären.

Die Nachfrage nach Bauthermografie für Nürnberg steigt kontinuierlich — getrieben durch steigende Energiekosten, verschärfte Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung einer intakten Gebäudehülle. Wir führen thermografische Untersuchungen an Wohngebäuden ebenso durch wie an Gewerbe- und Industrieimmobilien und passen den Untersuchungsumfang an Ihre spezifische Fragestellung an.

Anwendungsbereiche der Bauthermografie

Erkennung von Wärmebrücken

Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen überproportional viel Wärme nach außen abfließt. Sie entstehen an Bauteilübergängen, Gebäudeecken, Fenstersturzen, Rolladenkästen oder durch konstruktive Durchdringungen der Dämmebene. Wärmebrücken bedeuten nicht nur erhöhte Heizkosten, sondern führen an den kalten Innenflächen häufig zu Kondensatbildung und in der Folge zu Schimmelwachstum.

An Nürnberger Altbauten treten Wärmebrücken besonders häufig auf. Die Gründerzeit-Gebäude in Stadtteilen wie Gostenhof, der Südstadt oder im Maxfeld wurden ohne jede Wärmedämmung errichtet. Auch nachträglich aufgebrachte Wärmedämmverbundsysteme weisen häufig Schwachstellen an Anschlüssen und Durchdringungen auf, die nur per Thermografie zuverlässig identifiziert werden können.

Kontrolle der Wärmedämmung

Mit der Bauthermografie lässt sich die Qualität der Wärmedämmung eines Gebäudes überprüfen. Dämmlücken, Fehlstellen oder nachträglich veränderte Bereiche — etwa zugemauerte Fenster oder veränderte Wandaufbauten — werden auf dem Thermogramm sichtbar. Dies ist besonders relevant:

  • Bei der Abnahme von Neubau- und Sanierungsleistungen zur Kontrolle der fachgerechten Dämmausführung
  • Beim Kauf einer Bestandsimmobilie zur Beurteilung des energetischen Ist-Zustands
  • Vor einer geplanten energetischen Sanierung zur Identifikation der größten Schwachstellen
  • Zur Überprüfung von Förderanträgen und Energieberatungen

Insbesondere bei den zahlreichen Nachkriegsbauten für Nürnberg — in Stadtteilen wie Langwasser, Eibach oder Röthenbach — zeigt die Thermografie regelmäßig erheblichen Sanierungsbedarf: Dünne, ungedämmte Wände, Betonfertigteile mit systemimmanenten Wärmebrücken und undichte Fensterkonstruktionen führen zu enormen Energieverlusten.

Lokalisierung von Feuchtigkeit und Leckagen

Feuchte Bauteilbereiche weisen durch die Verdunstungskälte auf der Oberfläche niedrigere Temperaturen auf als trockene Bereiche. Die Thermografie kann daher auch zur Lokalisierung von Feuchtigkeitsschäden eingesetzt werden — etwa bei undichten Flachdächern, defekten Rohrleitungen oder aufsteigender Feuchtigkeit im Mauerwerk.

für Nürnberg ist die Kombination aus Thermografie und Feuchtediagnose besonders bei Gebäuden in Pegnitznähe relevant, wo Grundwasser und Hochwasser die Bausubstanz belasten. Auch bei den zahlreichen Feuchteschäden und Schimmelpilzschäden, die wir regelmäßig in Nürnberger Kellern und Erdgeschosswohnungen diagnostizieren, liefert die Thermografie wertvolle Hinweise auf die Schadensursache.

Überprüfung der Luftdichtheit

In Kombination mit einem Blower-Door-Test kann die Bauthermografie Undichtheiten in der Gebäudehülle präzise lokalisieren. Während der Blower-Door-Test einen Unterdruck im Gebäude erzeugt, strömt kalte Außenluft durch undichte Stellen ein. Diese Leckagen werden auf dem Thermogramm als kalte Bereiche sichtbar und können so gezielt nachgebessert werden.

Dieses Verfahren eignet sich besonders für die Qualitätskontrolle bei Neubauten und energetischen Sanierungen und ist ein wichtiger Bestandteil unserer baubegleitenden Qualitätssicherung.

Voraussetzungen für aussagekräftige Thermografie-Aufnahmen

Die Qualität thermografischer Aufnahmen hängt entscheidend von den Rahmenbedingungen ab. Nicht jeder Zeitpunkt und nicht jede Wetterlage eignen sich für eine Bauthermografie:

  • Temperaturdifferenz: Zwischen Innen- und Außentemperatur sollte eine Differenz von mindestens 15 Kelvin bestehen. für Nürnberg sind die besten Bedingungen von November bis März gegeben, wenn die Heizperiode für ausreichende Temperaturunterschiede sorgt.
  • Witterung: Die Aufnahmen sollten bei bedecktem Himmel oder in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang erfolgen. Direkte Sonneneinstrahlung verfälscht die Ergebnisse erheblich, da sich Fassadenbereiche unterschiedlich aufheizen.
  • Wind: Starker Wind kühlt die Fassadenoberfläche aus und reduziert die Temperaturunterschiede. Windstille Verhältnisse liefern die besten Ergebnisse.
  • Regen und Schnee: Nasse Fassaden und Schneebedeckung verfälschen die Messungen durch Verdunstungskälte und Isolationseffekte.

für Nürnberg mit seinen durchschnittlichen Wintertemperaturen zwischen minus zwei und plus fünf Grad Celsius bieten die Monate Dezember bis Februar ideale Bedingungen für die Außenthermografie. Für die Innenthermografie — etwa zur Lokalisierung von Feuchtigkeitsschäden — gelten weniger strenge Anforderungen an die Außentemperatur.

Thermografie-Technik und Auswertungsstandards

Für aussagekräftige Thermografie-Ergebnisse ist nicht nur die richtige Kamera, sondern vor allem die fachgerechte Auswertung entscheidend. Wir arbeiten mit hochauflösenden Wärmebildkameras, die Temperaturunterschiede von weniger als 0,05 Kelvin auflösen können. Diese Präzision ist notwendig, um auch geringe Dämmschwächen und beginnende Feuchtigkeitseintritte zuverlässig zu erkennen.

Die Auswertung der Thermogramme erfolgt nach den Vorgaben der DIN EN 13187 (Thermische Unregelmäßigkeiten an Gebäudehüllflächen) und unter Berücksichtigung der spezifischen Baukonstruktion. Nicht jede Temperaturauffälligkeit auf einem Thermogramm stellt einen Mangel dar — konstruktionsbedingte Wärmebrücken, unterschiedliche Materialien und geometrische Effekte müssen bei der Bewertung berücksichtigt werden. Hier liegt der entscheidende Unterschied zwischen einer professionellen Bauthermografie durch einen Bausachverständigen und einer einfachen Wärmebildaufnahme.

Bei der Auswertung berücksichtigen wir stets die bauphysikalischen Zusammenhänge: Ist eine Temperaturauffälligkeit auf eine Wärmebrücke, eine Dämmlücke, eine Luftundichtheit oder eine Feuchtigkeitsanomalie zurückzuführen? Wo besteht akuter Handlungsbedarf, und wo handelt es sich um eine tolerierbare Schwachstelle? Diese differenzierte Bewertung ist die eigentliche Leistung der Bauthermografie — die Kameraaufnahme allein liefert nur die Rohdaten.

Für Gebäude im Nürnberger Stadtgebiet erstellen wir auf Wunsch auch energetische Bewertungen, die die thermografischen Befunde mit Berechnungen zum Wärmeverlust verknüpfen. So erhalten Sie nicht nur qualitative Aussagen zu Schwachstellen, sondern auch quantitative Daten zu den erzielbaren Einsparungen durch gezielte Sanierungsmaßnahmen. Diese Informationen sind besonders wertvoll für die Priorisierung von Maßnahmen im Rahmen einer Sanierungs- und Modernisierungsberatung.

Ablauf einer Bauthermografie

1. Vorbesprechung: Wir klären die Fragestellung, die gewünschten Gebäudebereiche und die terminlichen Möglichkeiten. Die Aufnahmen werden wetterabhängig geplant.

2. Außenthermografie: Alle relevanten Fassaden werden systematisch mit der Infrarotkamera erfasst. Dabei werden sowohl Übersichtsaufnahmen als auch Detailaufnahmen auffälliger Bereiche angefertigt. Parallel entstehen konventionelle Fotos zur Zuordnung.

3. Innenthermografie: Bei Bedarf werden auch die Innenseiten von Außenwänden, Decken und anderen Bauteilen thermografiert. Die Innenthermografie zeigt Wärmebrücken und Undichtheiten aus einer anderen Perspektive und ergänzt die Außenaufnahmen.

4. Auswertung und Bericht: Die Thermogramme werden im Büro ausgewertet, die Temperaturdaten analysiert und die Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst. Jedes relevante Thermogramm wird mit einer bautechnischen Bewertung versehen — nicht jede Temperaturauffälligkeit ist automatisch ein Mangel.

5. Handlungsempfehlungen: Auf Basis der Ergebnisse erhalten Sie konkrete Empfehlungen für Sanierungsmaßnahmen, priorisiert nach Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Bei Bedarf vermitteln wir auch eine weiterführende Sanierungs- und Modernisierungsberatung.

Bauthermografie und Energieeffizienz für Nürnberg

Die energetische Sanierung des Gebäudebestands ist eine der großen Aufgaben der kommenden Jahre. Die Nürnberger Metropolregion mit ihren rund 3,6 Millionen Einwohnern verfügt über einen enormen Bestand an energetisch sanierungsbedürftigen Gebäuden. Die Bauthermografie ist dabei ein unverzichtbares Planungsinstrument:

Sie zeigt, wo die größten Energieverluste auftreten und wo Sanierungsmaßnahmen den größten Effekt erzielen. Anstatt pauschal die gesamte Fassade zu dämmen, können gezielte Maßnahmen an den tatsächlichen Schwachstellen oft ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis erreichen. Gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden — etwa in der Gartenstadt mit ihren Siedlungsbauten der 1920er-Jahre — ist eine differenzierte Herangehensweise unerlässlich.

Für Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen bieten wir auch Thermografie-Reihenuntersuchungen an, bei denen mehrere Gebäude eines Bestands in einem Durchgang erfasst werden. So erhalten Sie eine vergleichbare Datenbasis für die Priorisierung von Sanierungsmaßnahmen über den gesamten Gebäudebestand hinweg. Diese systematische Vorgehensweise ist besonders für größere Wohnanlagen der Nachkriegszeit wirtschaftlich sinnvoll und ermöglicht eine gezielte Mittelverwendung für die dringendsten Maßnahmen.

Auch bei der Bewertung von Bauschäden und der Aufdeckung von Baumängeln leistet die Thermografie wertvolle Dienste. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Termin für Ihre Bauthermografie für Nürnberg — idealerweise während der Heizperiode von November bis März.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit für eine Bauthermografie für Nürnberg?

Die beste Zeit für Außenthermografie für Nürnberg ist die Heizperiode von November bis März, idealerweise bei Außentemperaturen unter fünf Grad Celsius. Die Aufnahmen sollten in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang oder bei bedecktem Himmel erfolgen. Für Nürnberg bieten die Monate Dezember bis Februar mit durchschnittlichen Tiefstwerten um den Gefrierpunkt die zuverlässigsten Bedingungen.

Was kann die Bauthermografie nicht leisten?

Die Bauthermografie zeigt Oberflächentemperaturen und kann keine direkten Aussagen über die Ursache von Temperaturunterschieden treffen. Sie ist ein Indikationsverfahren: Auffälligkeiten müssen bautechnisch interpretiert werden. Außerdem kann die Thermografie nicht durch Bauteile hindurchsehen — verdeckte Rohrleitungen oder Hohlräume werden nur indirekt über ihren Einfluss auf die Oberflächentemperatur sichtbar. Die fachkundige Interpretation durch einen Bausachverständigen ist daher entscheidend.

Reicht eine Thermografie als Nachweis für Baumängel?

Eine Thermografie allein ist in der Regel kein ausreichender Nachweis für Baumängel, da sie nur Temperaturauffälligkeiten zeigt, nicht deren Ursache. Sie ist jedoch ein wichtiges Indiz und ein wertvolles Beweismittel, das durch weitere Untersuchungen wie Feuchtemessungen, Bauteilöffnungen oder Blower-Door-Tests ergänzt werden sollte. Im Rahmen eines sachverständigen Gutachtens fließen die thermografischen Befunde in eine Gesamtbewertung ein.

Ist eine Innenthermografie oder Außenthermografie sinnvoller?

Beide Verfahren ergänzen sich und haben unterschiedliche Stärken. Die Außenthermografie zeigt schnell den energetischen Gesamtzustand der Gebäudehülle und eignet sich zur Identifikation großflächiger Schwachstellen. Die Innenthermografie ist präziser bei der Lokalisierung von Wärmebrücken, Luftundichtheiten und Feuchtigkeitsschäden. Für eine umfassende Analyse empfehlen wir die Kombination beider Verfahren.

Wie unterscheidet sich die Bauthermografie vom Energieausweis?

Ein Energieausweis gibt den rechnerischen oder gemessenen Energieverbrauch eines Gebäudes als Kennzahl an, sagt aber nichts über konkrete Schwachstellen aus. Die Bauthermografie hingegen zeigt genau, an welchen Stellen Energie verloren geht — Wärmebrücken, Dämmlücken, undichte Fenster. Beide Instrumente ergänzen sich: Der Energieausweis liefert den Gesamtüberblick, die Thermografie die Detailinformation für gezielte Sanierungsmaßnahmen.

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